Was kostet ein KI-Telefonassistent wirklich?
Von kostenlos bis zu einem vierstelligen Betrag im Monat. Der größere Posten ist oft nicht die Grundgebühr, sondern das, was über das Kontingent hinaus anfällt.
Ein KI-Telefonassistent kostet am deutschen Markt zwischen 0 und 1.290 Euro Grundgebühr im Monat, dazu 0,08 bis 0,49 Euro je Minute oder Anruf über das Kontingent hinaus. Einrichtung kostet je nach Anbieter nichts oder bis zu 1.990 Euro. Was Sie am Ende zahlen, hängt vom monatlichen Anrufvolumen und von der Anbindung an Kalender und CRM ab. Quellen: Preisseiten von sipgate, IONOS, fonio, Placetel und flowlite.ai, alle abgerufen am 22. September 2026
Die B&S bietet KI-Assistenten an und arbeitet beim Telefon mit flowlite.ai zusammen, das auch in der Tabelle steht. Die Zahlen unten stammen von den öffentlichen Preisseiten der Anbieter, nicht aus unserem Angebot.
Welche Preise nennen die Anbieter?
Die Tabelle zeigt den jeweils kleinsten Tarif mit Kontingent und den Preis darüber hinaus. Aircall rechnet in US-Dollar ab, IONOS weist brutto aus, alle anderen netto. Parloa und VIER richten sich an Contact Center und nennen keine Preise. Quellen: Parloa und VIER, abgerufen 22. September 2026
| Anbieter | Grundgebühr je Monat | Inklusive | Darüber hinaus | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| sipgate sona | 0 Euro | 500 Minuten, eine Rufnummer, ein paralleles Gespräch | 0,12 Euro je Minute | sipgate, 22.09.2026 |
| IONOS KI-Telefonassistent | 39 Euro brutto (Flex), 69 Euro (Flex Pro), 99 Euro (All-Flat) | 30 Anrufe, 100 Anrufe, unbegrenzt | 0,49 Euro je Anruf (Flex), 0,39 Euro (Flex Pro) | IONOS, 22.09.2026 |
| fonio | 99 Euro (Solo) bei Jahreszahlung, 119 Euro monatlich, 299 Euro (Team) | 1.000 Minuten und eine Rufnummer, im Team-Tarif 3.600 Minuten und drei Rufnummern | 15 Euro je 100 Minuten, 7 Euro je weitere Rufnummer, 5 Euro je weitere Anbindung | fonio, 22.09.2026 |
| Placetel AI | 79 Euro (Grow) monatlich kündbar, 69 Euro bei 24 Monaten, 149 Euro (Professional) | 750 Minuten, im Professional-Tarif 1.500 Minuten | 9 Euro je Rufnummer, 0,05 Euro je Minute externer Weiterleitung | Placetel, 22.09.2026 |
| flowlite.ai | 490 Euro (Empfang), 790 Euro (Empfang Plus), 1.290 Euro (Vertrieb) | 300 bis 1.000 Minuten je Paket, Aufbau und Anpassung durch den Anbieter | 0,20 Euro je Minute, Einrichtung regulär 990 bis 1.990 Euro, weitere Anpassungen 140 Euro je Stunde | flowlite.ai, 22.09.2026 |
| Aircall AI Voice Agent | Telefonanlage ab 30 US-Dollar je Nutzer, mindestens drei Nutzer | 50 Minuten Voice Agent je Monat | 0,49 US-Dollar je Minute, Pakete ab 725 US-Dollar für 2.500 Minuten | Aircall, 22.09.2026 |
Die Anbieter rechnen in verschiedenen Einheiten, je Minute, je Anruf oder je Paket. Ein Vergleich gelingt nur über Ihr eigenes Volumen. Und die Spanne ist kein Preisunterschied für dasselbe Produkt: Bei sipgate und IONOS richten Sie den Assistenten selbst ein, bei flowlite.ai zahlen Sie dafür, dass jemand das für Sie tut und danach pflegt. Quellen: sipgate, flowlite.ai, 22. September 2026
Aus welchen Bestandteilen setzt sich der Preis zusammen?
- Einrichtung. Bei den Selbstbedienungsanbietern steht keine Gebühr auf der Preisseite. Bei flowlite.ai regulär 990 bis 1.990 Euro, im Vertriebspaket 995 Euro. Quelle: flowlite.ai, 22. September 2026
- Grundgebühr. Enthält ein Kontingent an Minuten oder Anrufen. Ob Sie es ausschöpfen, entscheidet, ob der Tarif günstig ist.
- Minuten oder Anrufe darüber hinaus. Zwischen 0,08 Euro je Minute bei fonio im Team-Tarif und 0,49 Euro je Anruf bei IONOS Flex. Quellen: fonio, IONOS, 22. September 2026
- Telefonnummer. Bei fonio 7 Euro je weitere Nummer, bei Placetel 9 Euro je Assistent im Monat. Quellen: fonio, Placetel, 22. September 2026
- Anbindung an Kalender und CRM. Bei IONOS gibt es Terminbuchung erst ab Flex Pro. fonio berechnet 5 Euro je weitere Anbindung im Monat. Anbindungen an Ihr eigenes System kosten Entwicklungszeit, bei flowlite.ai 140 Euro je Stunde. Quellen: IONOS, fonio, flowlite.ai, 22. September 2026
Welche Kosten stehen nicht auf der Preisseite?
Weiterleitung. Stellt der Assistent an einen Mitarbeiter durch, laufen bei Placetel 0,05 Euro je Minute für externe Ziele weiter. Bei anderen Anbietern hängt es davon ab, ob die Weiterleitung über Ihre Telefonanlage oder über den Anbieter läuft. Quelle: Placetel, 22. September 2026
Vertragsbindung. Placetel nimmt 10 Euro im Monat mehr, wenn Sie monatlich kündigen wollen statt 24 Monate zu binden. fonio nimmt 20 Euro mehr für monatliche statt jährliche Zahlung. Quellen: Placetel, fonio, 22. September 2026
Ihre eigene Zeit. Der Assistent weiß nur, was Sie ihm geben: Öffnungszeiten, Leistungen, Preise, Erreichbarkeit, was er nicht sagen darf. Das schreibt niemand in einer Stunde, und es muss gepflegt werden.
Datenschutz und Kennzeichnung. Sie brauchen einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO mit dem Anbieter und Datenschutzhinweise nach Art. 13 DSGVO für Anrufer. Seit dem 2. August 2026 verlangt Art. 50 der EU-KI-Verordnung, dass Anrufer erfahren, dass sie mit einer KI sprechen. Quellen: DSGVO, Verordnung (EU) 2024/1689
Umsatzsteuer. Bis auf IONOS weisen alle genannten Anbieter netto aus. Für den Vergleich müssen Sie das herausrechnen. Quelle: IONOS, 22. September 2026
Was kostet im Vergleich eine Bürokraft?
Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit nennt für Bürokaufleute in Vollzeit ein mittleres Bruttoentgelt von 4.022 Euro im Monat, das untere Viertel liegt bei 3.140 Euro, das obere bei 5.188 Euro. In Hannover sind es 4.277 Euro. Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Datenstand 2025, abgerufen 22. September 2026
Dazu kommt der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung. Für 2026 sind das 7,3 Prozent Krankenversicherung plus die Hälfte des Zusatzbeitrags, 9,3 Prozent Rentenversicherung, 1,3 Prozent Arbeitslosenversicherung und 1,8 Prozent Pflegeversicherung, zusammen rund 21 Prozent. Aus 4.022 Euro brutto werden so etwa 4.870 Euro Arbeitgeberkosten im Monat, ohne Urlaub, Krankheit und Arbeitsplatz. Quelle: Beitragssätze 2026, Techniker Krankenkasse, abgerufen 22. September 2026
Der Vergleich trägt trotzdem nur begrenzt. Ein Kontingent von 1.000 Minuten sind knapp 17 Stunden Telefon im Monat. Eine Bürokraft telefoniert nicht 160 Stunden, sie macht Rechnungen, Post und Bestellungen. Der Assistent ersetzt keine Stelle. Er übernimmt die Anrufe, die heute niemand annimmt, und erspart dem Team die Unterbrechungen. Rechnung auf Basis von fonio, 22. September 2026
Wann lohnt sich der Einsatz, wann nicht?
Ein Rechenbeispiel mit 300 Anrufen im Monat zu je drei Minuten, also 900 Minuten: Bei fonio Solo bleiben Sie mit 99 Euro im Kontingent. Bei Placetel überschreiten Sie die 750 Minuten von Grow und brauchen Professional für 149 Euro. Bei IONOS Flex zahlen Sie 39 Euro plus 270 Anrufe zu 0,49 Euro, also 171,30 Euro brutto, der All-Flat-Tarif für 99 Euro wäre günstiger. Bei flowlite.ai liegen Sie bei 490 Euro inklusive Aufbau und Pflege. Quellen: fonio, Placetel, IONOS, flowlite.ai, 22. September 2026
Es lohnt sich, wenn eines davon zutrifft: Anrufe gehen verloren, weil abends, mittags oder auf der Baustelle niemand abnimmt. Dieselben Fragen kommen jeden Tag, etwa Termin, Öffnungszeit, Preis, Lieferstatus. Terminbuchung folgt festen Regeln und der Kalender ist digital. Oder Anrufe reißen Ihr Team aus konzentrierter Arbeit.
Weniger geeignet ist er bei wenigen Anrufen mit komplexen Anliegen, bei denen es auf Beratung und Beziehung ankommt. Sind Kalender oder Kundendaten noch nicht digital angebunden, nimmt der Assistent nur Nachrichten auf, und das kann ein Anrufbeantworter auch. Dann ist die Anbindung der erste Schritt und der Assistent der zweite. Und in den ersten Wochen braucht er jemanden im Haus, der Gespräche nachliest und nachjustiert.
Wenn Sie unsicher sind: Zählen Sie zwei Wochen lang die Anrufe, die verloren gehen, und die, die immer gleich ablaufen. Das ist die einzige Zahl, die Sie für die Entscheidung brauchen.
So machen wir das bei der B&S
Die B&S Ventures aus Hannover richtet Telefonassistenten so ein, dass ein Anruf als Vorgang im Kalender, im CRM oder im Verwaltungssystem ankommt und nicht als Notiz. Die Anbindungen dafür kennen wir aus den Systemen unserer eigenen Beteiligungen, die wir selbst gebaut haben und täglich betreiben, etwa Anbieterportale mit Identitätsprüfung, interne Boards und Mailsysteme in mehreren Sprachen. Wir beginnen mit einem Kanal und einem Anliegen und erweitern in Stufen. Ziel ist mehr Zeit für Ihr Team, nicht weniger Leute.
Im kostenlosen Erstgespräch sehen wir uns Ihre Anrufe an und geben Ihnen eine grobe Ausrichtung, ob ein Tarif zur Selbstbedienung reicht oder ein Assistent mit Anbindung an Ihre Systeme mehr bringt. Danach folgt ein Angebot für die erste Stufe. Mehr dazu unter KI-Assistenten, die Pflichten dazu unter KI-Assistenten und DSGVO.
Häufige Fragen
Was kostet ein KI-Telefonassistent im Monat?
Am deutschen Markt zwischen 0 und 1.290 Euro Grundgebühr im Monat. sipgate sona ist mit 500 Minuten kostenlos, IONOS beginnt bei 39 Euro brutto, fonio bei 99 Euro netto, Placetel AI bei 79 Euro, flowlite.ai bei 490 Euro. Dazu kommen Minuten oder Anrufe über das Kontingent hinaus, eine Rufnummer und je nach Anbieter die Einrichtung. Quellen: Tabelle oben, 22. September 2026
Gibt es Einrichtungskosten?
Bei fonio, sipgate, IONOS und Placetel steht keine Einrichtungsgebühr auf der Preisseite. Bei flowlite.ai liegt sie regulär bei 990 bis 1.990 Euro, dafür übernimmt der Anbieter Aufbau und Anpassung. Ihre eigene Zeit für Gesprächsleitfaden, Wissensbasis und Tests fällt in beiden Fällen an. Quelle: flowlite.ai, 22. September 2026
Was kostet der Assistent im Vergleich zu einer Bürokraft?
Eine Bürokraft in Vollzeit kostet nach dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit im Median 4.022 Euro brutto im Monat, mit Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung von rund 21 Prozent etwa 4.870 Euro. Der Assistent ersetzt aber keine Bürokraft. Er übernimmt das Annehmen und Sortieren von Anrufen und gibt ihr Zeit für die übrige Arbeit. Quellen: Entgeltatlas, Datenstand 2025, TK Beitragssätze 2026
Ab welchem Anrufvolumen lohnt sich ein KI-Telefonassistent?
Nicht ab einer festen Zahl. Er lohnt sich, wenn regelmäßig Anrufe verloren gehen, weil niemand abnimmt, oder wenn dieselben Anliegen immer wieder kommen, etwa Termine, Öffnungszeiten und Bestellstatus. Bei wenigen, komplexen Gesprächen mit Stammkunden lohnt er sich meist nicht.
Muss der Assistent sagen, dass er eine KI ist?
Ja. Artikel 50 der EU-KI-Verordnung verlangt seit dem 2. August 2026, dass Anrufer erfahren, wenn sie mit einem KI-System sprechen. Der Hinweis gehört in die Begrüßung. Quelle: Verordnung (EU) 2024/1689
Welche Kosten übersehen Unternehmen am häufigsten?
Die Weiterleitung an Mitarbeiter, die bei einigen Anbietern je Minute berechnet wird, die Rufnummer, die Anbindung an Kalender und CRM, den Aufpreis für monatliche Kündbarkeit und die Umsatzsteuer bei Anbietern, die netto ausweisen.
Passt das zu Ihrem Betrieb?
Beschreiben Sie in zwei Sätzen, welche Anrufe heute verloren gehen. Im kostenlosen Erstgespräch bekommen Sie eine grobe Ausrichtung, welcher Anbieter und welcher Tarif dazu passt, auch wenn es nicht unserer ist. Wir melden uns innerhalb eines Werktags.
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